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So messen wir den ROI von JetBrains-IDEs

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Unternehmen geben oft bereits sechsstellige Beträge für Software aus. Bei der Evaluierung neuer kostenpflichtiger Tools stellt sich daher unweigerlich die Frage: „Lohnt sich diese Investition wirklich?“

Unser ROI-Rechner hilft Ihnen dabei, die möglichen Gewinne durch JetBrains-IDEs und AI-Ultimate-Lizenzen zu beziffern. Grundlage der ROI-Schätzungen ist ein Modell, das Benutzerauskünfte, interne Forschungsergebnisse und Annahmen über Entwicklungsworkflows kombiniert. Diese Schätzungen dienen lediglich der Veranschaulichung und stellen keine Zusicherung tatsächlicher Ergebnisse dar, da diese von Unternehmen zu Unternehmen erheblich variieren können.

Dieser Beitrag schlüsselt die Berechnungslogik auf, damit Sie unsere Schätzungen zum potenziellen ROI von JetBrains-IDEs und KI-Tools nachvollziehen und eine fundierte Kaufentscheidung treffen können.

Datenquellen

Zunächst erklären wir, woher die Daten zu Gehältern und Produktivitätssteigerungen stammen, die in unsere Berechnungen einfließen.

Gehaltsdaten

Standardmäßig setzt der Rechner die Kosten für Entwicklungsarbeit mit den Gehaltskosten gleich. Die Anzahl der Fachkräfte entspricht dabei der Anzahl der ausgewählten Lizenzen (d. h. bei fünf IntelliJ IDEA-Lizenzen geht der Rechner von fünf Personen im Team aus).

Im ersten Schritt (Berechnung Ihrer jährlichen Gewinne) nutzt der Rechner regionale Gehaltsbenchmarks. Die Daten für diese Benchmarks stammen aus der JetBrains-Umfrage zum Stand des Entwicklungsökosystems. Sie können diese Benchmarks auch in unserem IT-Gehaltsrechner einsehen – beide basieren auf derselben Quelle.

Die JetBrains-Umfrage zum Stand des Entwicklungsökosystems wird jährlich durchgeführt. Im Jahr 2025 nahmen weltweit über 20.000 Software-Profis aus verschiedenen Branchen, Unternehmensgrößen und Karrierestufen teil. Die Umfrage wird branchenweit als verlässliche Datenquelle genutzt.

Für die Benchmarks berücksichtigen wir ausschließlich die Antworten angestellter Fachkräfte, um eine hohe Datenqualität für unseren Rechner zu gewährleisten. Anschließend werden die Daten anonymisiert und nach Ländern gruppiert, um aus Tausenden Rückmeldungen den jeweiligen Gehaltsmedian pro Land zu ermitteln. Diese aggregierten Medianwerte dienen dann als regionale Standardwerte.

Statt der Standard-Gehaltsbenchmarks können Sie im Rechner auch die tatsächlichen jährlichen Projektkosten eingeben, um ein genaueres Ergebnis zu erhalten. Die berechneten produktivitätsbedingten Gesamteinsparungen werden dann auf den von Ihnen angegebenen Betrag bezogen.

Produktivitätsdaten

Die im ROI-Rechner angenommenen Produktivitätssteigerungen basieren auf produktspezifischen Umfragen unter professionellen Entwickler*innen.

Die Zeiteinsparungen basieren auf Selbsteinschätzungen der Entwickler*innen. Selbstauskünfte sind eine gängige Methode in der Forschung zur Entwicklerproduktivität, die auch von Softwareanbietern genutzt wird. Die individuellen Ergebnisse können im Einzelfall je nach Organisation und spezifischen Arbeitsabläufen variieren. Um präzisere Daten zu erhalten, ist es unser Ziel, separate Produktivitätsumfragen für vier große Workflow-Kategorien durchzuführen:

  • Verwaltete Sprachen – abgeschlossen
  • Systemsprachen – abgeschlossen
  • Daten / Data Science – in Arbeit
  • .NET und Game-Entwicklung – in Arbeit

Die Umfragen wurden von JetBrains-Fachleuten für Entwicklererfahrung konzipiert und von Umfrageexpert*innen validiert. Befragt wurden professionelle Entwickler*innen, die von anderen Editoren oder IDEs zu spezifischen JetBrains-Tools gewechselt sind.

Produktivitätsumfrage zu verwalteten Sprachen

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden auf die folgenden Produkte angewendet: IntelliJ IDEA, WebStorm, PhpStorm, RubyMine, PyCharm Pro (für Backend) und All Products Pack. Diese Produkte decken Workflows mit verwalteten Sprachen wie Java, Kotlin, JavaScript/TypeScript, PHP, Ruby und Python (Backend) ab.

Zu den Befragten gehörten: 194 Fachkräfte in Rollen wie Softwareentwickler*in/Programmierer*in, DevOps-Engineer/Infrastrukturentwickler*in, Datenbank-Admin und Architekt*in.

Wir haben nur Antworten von Personen berücksichtigt, die JetBrains-IDEs seit zwei Monaten bis fünf Jahren nutzen und zuvor andere Editoren oder IDEs verwendet haben.

Die Teilnehmenden kamen aus aller Welt, mit Schwerpunkten in den USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, den Niederlanden, Österreich und Dänemark. Daher bilden diese Länder eigene Gruppen, während alle anderen Länder in der Kategorie „Andere“ zusammengefasst wurden.

Produktivitätsumfrage zu Systemsprachen

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden auf die folgenden Produkte angewendet: CLion, GoLand und RustRover. Diese Produkte unterstützen systemnahe und leistungskritische Entwicklungsworkflows in C, C++, Rust und Go.

Zu den Befragten gehörten: 846 Einzelpersonen, hauptsächlich Softwareentwickler*innen, Architekt*innen und DevOps-Spezialist*innen bzw. Infrastrukturentwickler*innen, ergänzt durch eine kleinere Anzahl weiterer Teilnehmer*innen in Code-nahen Positionen.

Die Umfrage wurde weltweit über IDE-Benachrichtigungen beworben; die meisten Teilnehmenden kamen aus Deutschland, den USA und Festlandchina.

Produktivitätsumfragen zu .NET, Game-Entwicklung und Daten / Data Science

Spezielle Produktivitätsumfragen für diese Rollen sind derzeit in Arbeit. Bis die finalen Ergebnisse vorliegen, nutzt der Rechner als konservativen Näherungswert die Produktivität im Bereich der verwalteten Sprachen.

Sobald verfügbar, werden die .NET- und GameDev-Daten in die Berechnungen für dotUltimate, ReSharper und Rider einfließen.

Die Ergebnisse der Umfrage im Bereich Daten/Data Science werden auf PyCharm Pro (für Data Science) und DataGrip angewendet. Diese Produkte unterstützen Data-Engineering, Analytics, SQL-Workflows und Data-Science-Anwendungen.

Berechnung der Produktivität

So wird die Produktivitätssteigerung berechnet

Alle oben genannten Produktivitätsumfragen enthielten die folgende zentrale Frage: „Wie viele Stunden pro Woche sparen Sie Ihrer Meinung nach im Durchschnitt durch die Verwendung von [Produkt] im Vergleich zu ähnlichen zuvor verwendeten Tools?“ Ergänzend wurden die Wochenarbeitszeit, das Beschäftigungsland sowie Rolle und Seniorität der Teilnehmenden abgefragt.

Auf dieser Grundlage haben wir folgende Schätzung vorgenommen:

Produktivitätsgewinn = Zeiteinsparung pro Woche / Gesamtarbeitszeit pro Woche

Die resultierenden Werte wurden anschließend:

  1. Über alle Teilnehmenden gemittelt
  2. Nach Produktgruppe und Region segmentiert
  3. Konservativ und nur auf Aufgaben angewendet, bei denen die Tools direkte Unterstützung bieten

Anwendung der Produktivitätswerte

Statt pauschal anzunehmen, dass „Entwickler*innen immer x% schneller sind“, haben wir ein dreistufiges, aufgabenbasiertes Modell verwendet.

  1. Ermittlung IDE-relevanter Tätigkeiten

Externe Forschungsergebnisse (Microsoft Developer Productivity Study, 2024) zeigen, dass Entwickler*innen etwa 45% ihrer Arbeitszeit in der IDE verbringen, während die restlichen 55% für administrative Aufgaben, Meetings, Planung usw. aufgewendet werden. Die tatsächlichen Anteile können je nach Team und Rolle variieren.

  1. Anwendung der aus den Umfragen ermittelten Produktivitätssteigerungen

Wir haben die IDE-basierte Produktivitätssteigerung auf 45% der Gesamtarbeitszeit angewendet – also auf den Anteil, den Entwickler*innen tatsächlich in ihren IDEs verbringen.

Wir haben eine KI-basierte Produktivitätssteigerung auf 55% aller Aufgaben angewendet, darunter Dokumentation und Analyse. Die KI-basierte Produktivitätssteigerung wurde in einer von JetBrains geleiteten Studie zur Entwicklungserfahrung mit Junie ermittelt. Die 241 Befragten waren zumeist in den folgenden Rollen tätig: Entwickler*in / Programmierer*in / Software Engineer; Architekt*in; DevOps-Engineer / Infrastrukturentwickler*in.

  1. Kombination der IDE- und KI-Effekte

Bei überlappenden Aufgaben werden die Produktivitätssteigerungen nach der folgenden Formel kombiniert:

Kombinierte Steigerung = IDE-Steigerung + KI-Steigerung – (IDE-Steigerung × KI-Steigerung)

Eine zusätzliche KI-Steigerung von 10% berücksichtigt Aufgaben, bei denen KI die Produktivität außerhalb der IDE erhöht.

Finanzielle Berechnungen

Der geschätzte Gesamt-ROI (finanzieller Gewinn) ergibt sich aus der Differenz zwischen produktivitätsbedingten Einsparungen und Investitionskosten. Die Kalkulation basiert auf den Nettopreisen von Jahreslizenzen.

Nettogewinn = produktivitätsbedingte Gesamteinsparungen – Netto-Investitionskosten

ROI (%) = (Nettogewinn / Kosten) × 100

Investitionskosten

Die Netto-Investitionskosten betragen:

Coût = (prix HT de la licence de l’IDE × nombre de licences) + (prix HT de la licence AI Ultimate × nombre de licences)

Nach Anwendung der obigen Formel wird das Ergebnis auf die jeweilige Projektdauer umgerechnet.

Produktivitätsbedingte Gesamteinsparungen

Der Gesamtbetrag der produktivitätsbedingten Einsparungen wird wie folgt berechnet:

Wenn KI deaktiviert ist → Gesamteinsparungen = IDE-Einsparungen

Wenn KI aktiviert ist → Gesamteinsparungen = KI-Überlappungseinsparungen + reine KI-Einsparungen

Wobei Folgendes gilt:

  • IDE-Einsparungen = (Gehalt × Dauer) × 45% × IDE-Steigerung
  • Einsparungen allein durch KI = (Gehalt × Dauer) × 10 % × KI-Steigerung
  • KI-Überlappungseinsparungen = (Gehalt × Dauer) × 45% × (IDE-Steigerung + KI-Steigerung – IDE-Steigerung × KI-Steigerung)

Wichtiger Hinweis

Das beschriebene Modell nutzt Vereinfachungen, darunter Durchschnittsgehälter, Selbstauskünfte zu Produktivitätssteigerungen und generalisierte Entwicklungsworkflows, die von der individuellen Realität in einzelnen Unternehmen abweichen können.

Zusammenfassung

Der ROI-Rechner von JetBrains macht das greifbar, was viele Teams längst wissen: Bessere Tools bedeuten weniger Reibungsverluste, und das wiederum schlägt sich in spürbaren Zeiteinsparungen nieder.

Durch die Kombination von umfassenden Gehaltsbenchmarks, dem Feedback von Hunderten Entwickler*innen und einem aufgabenbasierten Produktivitätsmodell bietet der ROI-Rechner von JetBrains unserer Meinung nach eine konservative, aber realistische Einschätzung der potenziellen Produktivitätsgewinne und der damit verbundenen Vorteile.

Die hier beschriebene Methodik soll Transparenz über die Berechnungsgrundlage unserer Schätzungen schaffen. Die resultierenden Berechnungen dienen der Veranschaulichung und stellen keine Zusicherung bestimmter finanzieller oder produktivitätsbezogener Ergebnisse dar.

Autor*innen des ursprünglichen Blogposts

Elizaveta Yurina

Elizaveta Yurina

Olga Lvova

Olga Lvova

Dominika Stankiewicz

Dominika Stankiewicz